Author
Hallo, ich bin Kerstin — und nein, du brauchst dafür keine Tischkreissäge.
Ich bin Kerstin Wolter: gelernte Tischlerin, Werkstattleiterin in einer offenen Werkstatt, seit sechs Jahren im Repair-Café — und die Person, die hinter Tüftling steckt.
Der Satz oben ist der Grund, warum es diese Seite überhaupt gibt. Im Repair-Café kamen Samstag für Samstag Leute mit kaputten Möbeln und guten Ideen an, und wenn sie zu Hause nach einer Anleitung gesucht hatten, stand da: "Du benötigst: Tischkreissäge, Bandschleifer, Werkstatt." Also nichts, was in einem normalen Haushalt herumsteht. Ich habe angefangen, Versionen aufzuschreiben, die mit einer Bohrmaschine, einer Stichsäge und dem Zuschnittservice im Baumarkt funktionieren. Daraus wurde 2019 dieser Blog.
Gelernt habe ich das Handwerk richtig: Ausbildung zur Tischlerin, Gesellenbrief mit zwanzig, danach sieben Jahre in einer Tischlerei — Möbelbau und Innenausbau. Zuschnittlisten, Holzverbindungen, Einbauten in Altbauten, in denen nichts rechtwinklig ist. Da kommt mein Gefühl dafür her, was hält und was nur so aussieht.
Mit siebenundzwanzig war damit Schluss: Eine Schulterproblematik hat die Vierzig-Stunden-Produktionswochen unmöglich gemacht. Das ist in dem Beruf leider keine besondere Geschichte, und ich rede offen darüber — auch deshalb ist Ergonomie hier ein Thema und keine Nebensache. Seitdem arbeite ich in Teilzeit als Werkstattleiterin in einer offenen Werkstatt hier in Bochum und helfe beim Repair-Café mit, ungefähr einen Samstag im Monat. Mehrere hundert kaputte Gegenstände später habe ich einen ziemlich klaren Blick darauf, was in normalen Haushalten wirklich kaputtgeht — und was sich davon retten lässt.
Die Elektronik ist Erbe und Hobby: Mein Vater war Elektroniker, mein Opa hatte eine Kellerwerkstatt, und gelötet habe ich, bevor ich anständig Fahrrad fahren konnte. Seinen Lötkolben habe ich heute noch. Arduino und Raspberry Pi bastle ich seit meiner Jugend — als Hobby, und genau so schreibe ich auch darüber.
Das findest du hier:
Immer eine Variante ohne Spezialwerkzeug. Bei jedem Bauprojekt steht, welches Werkzeug es wirklich braucht — und wie es auch ohne geht: Handkreissäge mit Führungsschiene statt Tischkreissäge, Baumarkt-Zuschnitt statt eigener Säge. Das ist mein Kernversprechen.
Zuschnittliste und echte Materialkosten. Bei jedem Möbelstück: Maße, Materialart, Stärke, Preise in Euro — und der Hinweis, was dir der Zuschnittservice abnehmen kann.
Zeitangaben, die dich nicht demoralisieren. Ich trenne Werkstattzeit, Wartezeit (Leim, Lack) und einen ehrlichen Anfänger-Aufschlag. Wenn ich drei Stunden brauche, brauchst du beim ersten Mal viereinhalb. Das ist normal und gehört dazugeschrieben.
Befestigen mit Ansage. Kein "einfach mit Dübeln befestigen". Erst der Wandtyp — Beton, Vollziegel, Lochziegel, Porenbeton oder Gipskarton — dann der passende Dübel und die Traglast. Und vor jedem Bohren: Leitungen prüfen. Immer.
Werkzeugtests aus echter Nutzung. Ich teste über Monate in echten Projekten, sage dazu, was ich selbst gekauft und was mir gestellt wurde, und komme regelmäßig zu dem Schluss, dass du das Gerät gar nicht brauchst.
Reparieren vor Kaufen. Mit ehrlicher Einschätzung, wann sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Auch das gehört zur Wahrheit.
Und jetzt der Teil, bei dem ich nicht diskutiere: Arbeiten an der festen Elektroinstallation — Steckdosen setzen, Leuchten und Schalter fest anschließen, Leitungen verlegen — gehören in Deutschland in die Hände einer Elektrofachkraft. Ich erkläre dir gern, was dabei passiert und was dich erwartet, aber ich schreibe keine Anleitung dafür. Was du selbst machen kannst, ist Kleinspannung: LED-Streifen mit 12 oder 24 Volt, Arduino, Raspberry Pi, steckerfertige Geräte. Genau da findet meine Elektronik-Rubrik statt.
Ebenso klar: In Gebäuden vor etwa 1993 können Bodenkleber, Fliesenkleber und Putze Asbest enthalten — das wird nicht gebohrt, nicht geschliffen und nicht selbst entfernt, sondern untersucht und vom Fachbetrieb gemacht. Tragende Wände gehören zur Statikerin, Gas zum Fachbetrieb. Holzstaub ist gesundheitsschädlich, deshalb gibt es hier eine ganze Rubrik über Absaugung. Und bei Gartenhaus, Terrasse oder Zaun entscheidet dein Bauamt, nicht mein Blog — das steht bei jedem Außenprojekt dabei.
Gebaut wird in der Garage einer gemieteten Reihenhaushälfte am Bochumer Stadtrand. Ehrlich gesagt war die Garage der Grund, warum wir uns überhaupt beworben haben. Drin stehen eine selbstgebaute Werkbank, eine Werkzeugwand, die schon zweimal "fertig" war, eine mobile Absaugung (beste Anschaffung meines Lebens) und bewusst übertriebene Beleuchtung, damit ich anständig darüber schreiben kann. Mit dabei: Micha, Techniklehrer, der jedes Projekt pädagogisch kommentiert, ohne gefragt worden zu sein, und inzwischen auch die Kamera hält — und Bohle, ein großer ruhiger Hund, benannt nach einem Brett, der jede Maschine verschläft außer der Oberfräse.
Kleine Randnotiz, die mich aber wirklich beschäftigt: Ich trage Brille. Das heißt, jede Schutzbrille bei mir ist eine Überbrille — und darüber schreibt in der ganzen Heimwerker-Ecke praktisch niemand. Dazu gibt's hier einen eigenen Beitrag.
Ob du dein erstes Regal baust, eine schleifende Tür in den Griff bekommen willst, wissen musst, welcher Dübel in Lochziegel gehört, oder ein Hochbeet planst: Schön, dass du da bist. Wir schauen erst, was du schon hast.



















